Pressebericht zur letzten Versammlung der Wählergemeinschaft Schönsee-Ost am 24. November 2017

Im Mittelpunkt der gut besuchten Informationsversammlung der Wählergemeinschaft Schönsee-Ost standen Ende November im Gasthaus Waldblick die Berichte der Stadträte Josef Eibauer, Reinhard Kreuzer und Andreas Kulzer über die Stadtratsarbeit in den zurückliegenden Monaten. Insbesondere die Platzgestaltung des abgebrochenen alten Schulhauses, die Architektenentwürfe zum Neubau des Kindergartens, mögliche Förderkulissen zur Sanierung  ungenutzter Klassenräume und der Aula der Schule, die Neugestaltung der Ortsmitte in Dietersdorf und die Straße Weberhäuser-Friedrichshäng waren Themen des Abends.

Unter den etwa 30 kommunalpolitisch Interessierten aus Dietersdorf und Schönsee entspann sich eine lebendige Diskussion zu den Details des Abbruchs des alten Schulhauses. Der langjährige Stadtrat und Ehrenkreisbrandrat Siegfried Hammerer äußerte seine Enttäuschung, dass sich der Stadtrat nicht die Zeit nahm, in einer offenen Debatte ernsthaft nach einer möglichen Nutzung des Gebäudes zu suchen. Fraktionssprecher Josef Eibauer stimmte der Kritik an der manchmal unzureichenden Diskussionskultur im Stadtrat zwar zu, wies im konkreten Fall aber auch auf die positiven Effekte des Abbruchs auf das Stadtbild hin. Den von anwesenden Bürgern deutlich kritisierten Verbleib des Stadels am ehemaligen Zäch-Anwesen verteidigten die vertretenen Stadträte. In Aussicht stehende hohe staatliche Förderung in Verbindung mit einer durchdachten Planung durch das Architekturbüro Schönberger versprechen das momentan zugegebenermaßen unattraktive Bauwerk „auf Vordermann zu bringen“. Schließlich oblag es den Stadträten auch, die erst kürzlich vorgestellten Planungen zum Kindergartenneubau zu präsentieren. Die Zustimmung der Zuhörer zur Investition in die Zukunft mischte sich dabei mit der vereinzelt geäußerten Skepsis gegenüber dem geplanten Flachdach mit Begrünung. Willi Sterr äußerte im Hinblick auf das vorläufige Ausweichquartier in der Schule sein Bedauern, dass Kinderkrippe und Kindergarten nicht in die Schule integriert wurden. „Vor dem Neubau der Kinderkrippe wäre diese Weichenstellung möglich gewesen. Die Chance wurde damals vertan.“

Mit der bereits im Bau befindlichen Spiel- und Erlebnislandschaft am Moorbad diskutierte die Runde ein weiteres Projekt, das der Zukunftsfähigkeit des Schönseer Landes zu Gute kommen soll. Während alle Anwesenden Investitionen für Kinder ausdrücklich begrüßten, waren sowohl Zuhörer als auch die berichtenden Stadträte geteilter Meinung, wie viel Haushaltsmittel dafür angebracht seien. Ob vom Konzept überzeugt oder nicht – einig war man sich, dass es für die Attraktivität der Anlage wichtig sein wird, einen engagierten Betreiber für das erst kürzlich sanierte Kiosk zu finden.

Viele Wortmeldungen gab es im Zusammenhang mit dem erfolgten Abschluss der Maßnahme in Dietersdorf beim Thema Sanierung der Ortsdurchfahrt. Während die Durchführung der Pflaster- und Straßenarbeiten vorwiegend positiv bewertet wurde, fand die Gestaltung des Vorplatzes des alten Feuerwehrhauses wegen des zu starken Gefälles der wassergebundenen Oberfläche nicht nur Befürworter. Hier sollte nach Meinung der anwesenden Stadträte noch eine Verbesserung möglich sein. Die Sanierung der Straße von Weberhäuser nach Friedrichshäng stieß in der Runde auf starkes Interesse. Hier machte sich insbesondere Skepsis breit, ob die der Entscheidung des Stadtrats zugrundeliegende Kostenschätzung aus dem Jahr 2013 so auch zu halten sein würde.

Nachdem Fraktionsvorsitzender Josef Eibauer durch die meisten Themen des Abends führte, sprach Stadtrat Reinhard Kreuzer zum Ende der Versammlung noch das Thema Gewerbeflächen an, das der Fraktion sehr am Herzen liegt und schon mehrfach im Stadtrat angesprochen wurde. Er meinte „die Entwicklung und das Angebot von Gewerbeflächen verlaufe im Stadtbereich viel zu schleppend“. Während Kommunen im Umkreis vorausschauend Gewerbeflächen schaffen, tue sich an dieser Stelle in Schönsee nach Meinung des Unternehmers zu wenig. Die anwesenden Zuhörer und Stadträte waren sich diesbezüglich einig, dass Investitionen in den Gewerbebetrieb zugleich Investitionen in die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde und deshalb wünschenswert sind.

Die fast drei Stunden dauernde Informations- und Diskussionsrunde war nach den Worten von Fraktionssprecher Josef Eibauer sowohl für die anwesenden Stadträte als auch für die interessierten Bürgerinnen und Bürger „eine äußerst aufschlussreiche und konstruktive Veranstaltung“, die in die Stadtratsarbeit der nächsten Monate einfließen wird.