Pressebericht zur letzten Versammlung der Wählergemeinschaft Schönsee-Ost am 27. Januar 2017

Vom fehlenden Gewerbegebiet bis zu den Randsteinen auf dem Gehweg reichten die Themen der Diskussionsrunde. Aber auch Radweg und Moorbad bewegten die Gemüter beim Dialog mit der Wählergemeinschaft Schönsee-Ost. Schönsee.

„Unsere regelmäßigen Versammlungen mit den Bürgern unterstreichen, dass uns die direkte Diskussion kommunalpolitischer Themen wichtiger ist als eine einseitige Auseinandersetzung in Internetforen“, betonte Josef Eibauer, Sprecher der Stadtratsfraktion der Wählergemeinschaft Schönsee-Ost. Debattiert wurde im Gasthof Waldblick in Dietersdorf.

Im Mittelpunkt der über zweieinhalbstündigen Veranstaltung stand der Bericht der Stadträte Josef Eibauer, Reinhard Kreuzer und Andreas Kulzer über die Schwerpunkte der Gremiumsarbeit in den zurückliegenden Monaten. Bedauert wurde, dass bei den Sitzungen seit Beginn des letzten Jahres viel wertvolle Zeit mit Streit und Debatten über Formales verloren ging. Am Beispiel des städtischen Vorkaufsrechts für ein Wohngebäude in zentraler Lage zeigte Stadtrat Reinhard Kreuzer auf, wie verkürzte Darstellungen im Internet aus nichtöffentlichen Sitzungen die konstruktive Arbeit im Gremium sehr erschweren.

Unter den etwa 20 kommunalpolitisch Interessierten aus Dietersdorf und Schönsee nahm die bereits be- gonnene Neugestaltung der Ortsmitte von Dietersdorf breiten Raum ein. Das vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) geförderte und von der Stadt parallel zur Deckensanierung der Staatsstraße geplante Projekt wurde von den Anwesenden durchweg positiv beurteilt. Zu den angesprochenen Punkten gehörte der Zustand der Gehwegrandsteine im gesamten Ortsbereich.

Fraktionssprecher Josef Eibauer nannte als die beherrschenden Themen in den Sitzungen seit dem letzten Sommer die zukünftige Nutzung der leerstehenden Hauptschule, Abbruchpläne der alten Schule in der Hauptstraße, den Neubau des Kindergartens, dringend notwendige Straßenerneuerungen, den Breitbandanschluss, die Neugestaltung des Moorbads mit Spiellandschaft und die fehlenden Gewerbegrundstücke in der Stadt. Für die Stadträte der Wählergemeinschaft Schönsee-Ost habe der letzte Punkte große Priorität. Deshalb steht auf Antrag der Fraktion dieses Thema auch in der kommenden Klausursitzung des Stadtrats auf der Tagesordnung. „Uns tut das Herz weh, wenn die Stadt den Firmen, die ein schnell bebaubares Gewerbegrundstück suchen, kein passendes Angebot unterbreiten kann“, meinte Eibauer.

Stadtrat Kulzer informierte über den Stand des Kindergartenneubaus, der in Trägerschaft der Kirchenstiftung erfolgen soll. Einigkeit herrscht im Stadtrat, sich intensiv an der Planung zu beteiligen, denn die kom- munale Seite ist mit einem hohen Kostenanteil am Bau und Betrieb vertreten. Der Zustand der Ortsstraßen war ein weiteres großes Thema in der Diskussion. Die Wortmeldungen hatten zu tun mit Mängeln an verschiedenen Stellen im Gemeindegebiet und bestätigten die bereits im Stadtrat gebildete Meinung: Sowohl die Böhmerwaldstraße als auch die Gemeindeverbindungsstraße nach Friedrichshäng sollen demnach vordringlich angegangen werden.

Einhellige Zustimmung fand die Forderung von Fred Bayer, endlich die Radwegeverbindung von Dietersdorf nach Stadlern unter Einbeziehung der früheren Staatsstraßentrasse zu schließen. Dass es angesichts der touristischen Bedeutung der Strecke und der höheren Verkehrssicherheit nach so langer Zeit noch nicht gelungen ist, die Strecke zu realisieren, war für den Diskussionsteilnehmer nicht nachvollziehbar.

Einig war sich die Versammlung, dass das Moorbad, früher ein Schmuckstück des Kurparkareals, im Wasser-, Spiel-, Natur- und Kiosk-Bereich mit einem gut durchdachten und förderfähigen Konzept saniert werden soll. Bis es soweit ist, müsse jemand be- auftragt werden, der sich um die Sau- berkeit der Anlage kümmert. Die diskutierten Themen sollen nun nach den Worten des Fraktionssprechers in die Stadtratsarbeit einfließen.