Pressebericht zur letzten Versammlung der Wählergemeinschaft Schönsee-Ost am 21. Februar 2016

Konstruktiver Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern bei gut besuchter Versammlung

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Im Mittelpunkt der gut besuchten Versammlung der Wählergemeinschaft Schönsee-Ost standen am vergangenen Sonntag im Gasthaus Waldblick die Berichte der Stadträte Josef Eibauer, Reinhard Kreuzer und Andreas Kulzer über die Stadtratsarbeit in den zurückliegenden Monaten und die Diskussion aktueller Themen, insbesondere die kürzlich vom Stadtrat einstimmig beschlossene Neugestaltung der Ortsmitte von Dietersdorf im Rahmen eines vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) geförderten Projekts parallel zur Deckensanierung der Staatsstraße.

Unter den etwa 30 kommunalpolitisch Interessierten aus Dietersdorf und Schönsee entspann sich eine intensive Diskussion zu den Details der Maßnahmen im Ortszentrum im Umfeld von Kirche und ehemaligem Feuerwehrhaus und zu möglichen Anliegerkosten bei der Sanierung der Gehwege entlang der Staatsstraße. Fraktionssprecher Josef Eibauer bezeichnete die beschlossene Planung als guten Kompromiss, der viele Anregungen aus den Bürgerworkshops berücksichtigt. Aus Kostengründen musste leider auf einige Wünsche verzichtet werden, wie die Neugestaltung der Einfahrt in die Winkelstraße. Fragen drehten sich vor allem um die zeitliche Abfolge der Baumaßnahmen und die Randsteinerneuerung der Gehwege im gesamten Ortsdurchfahrtsbereich. Mit der Frage „Ist mit dem Ersetzen kaputter Randsteine ein Neubau der Gehwege mit Beitragspflicht verbunden?“ sprach einer der Versammlungsbesucher ein Thema an, das vor allem Anlieger an der Dietersdorfer Hauptstraße interessierte. Diese Fragen müssen nach Meinung von Stadtrat Reinhard Kreuzer Stadt und Verwaltung bald klären, um Unsicherheit zu vermeiden. Auch sollen die Bürger schnell informiert werden, für welche privaten Gestaltungsmaßnahmen Förderungen seitens des ALE beantragt werden können. Bei der Trinkwasserversorgung in Dietersdorf wird es nach der Feststellung von Keimen notwendig sein, die mögliche Bandbreite der Gegenmaßnahmen intensiv zu diskutieren. Erfreulich ist, dass mit dem bevorstehenden Breibandausbau auch Dietersdorf, Weberhäuser, Friedrichshäng und Lindau Zugang zu schnellem Internet erhalten.

Beim Thema demografische Entwicklung nannte einer der Versammlungsteilnehmer den Rückgang der Einwohner und die Abwanderung junger Familien alarmierend. Josef Eibauer könnte sich dazu im Stadtrat eine „Task force Abwanderung und Leerstand“ mit Bürgerbeteiligung vorstellen. Er bedauerte, dass wegen „des derzeit nicht gerade guten Klimas im Stadtrat“ kaum Zeit bleibt, sich solchen wichtigen Themen konstruktiv zu widmen. Die Räte der Wählergemeinschaft Schönsee-Ost haben wiederholt die Betriebskosten der neuen Kläranlage zum Thema gemacht. Ein gemeinsamer Ansatzpunkt im Stadtrat war, die schon vor Jahren angedachte Solarstromanlage auf dem Kläranlagendach schnell zu installieren und damit die laufenden Kosten zu senken. Die Inbetriebnahme mindert die Abwassergebühren der Bürger. Auch werden Überlegungen zur Beteiligung an der landkreisweiten Klärschlammverwertung positiv bewertet.

Als Themen, die im Stadtrat die Emotionen hoch kochen ließen, nannte Josef Eibauer den Eigentümerwechsel des Hotels St. Hubertus und die Fällung der Kastanienbäume in der Bahnhofstraße. Für die Stadträte der Wählergemeinschaft Schönsee-Ost geht es jetzt vor allem darum, wie mit der Pflege städtischer Bäume zukünftig nachhaltiger umgegangen wird und auf welche Weise Themen, die besonders im Fokus stehen, in der Öffentlichkeit besser kommuniziert werden könnten. Die zweistündige Informations- und Diskussionsrunde war nach den Worten des Fraktionssprechers sowohl für die anwesenden Stadträte als auch für die interessierten Bürgerinnen und Bürger „eine äußerst aufschlussreiche und konstruktive Veranstaltung“, die in die Stadtratsarbeit der nächsten Monate einfließen wird.