„Spitze in der Oberpfalz“: Vertreter der Schönseer Feuerwehren nutzen Gespräch mit Wählergruppe, um Dankbarkeit gegenüber Gemeinde zu äußern

„Ich freue mich über die Gelegenheit, hier einiges sagen zu können“ – so reagierte der ehemalige Kreisbrandrat und langjährige Stadtrat Siegfried Hammerer auf die Einladung der Wählergruppe Schönsee-Ost zu einem Informationsgespräch am vergangenen Samstagnachmittag mit Vertretern der Freiwilligen Feuerwehren Schönsee, Dietersdorf, Gaisthal und Schwand. Die Berichte über die zufriedenstellende Ausrüstungssituation der Wehren und der Ausdruck von Dankbarkeit gegenüber den Verantwortlichen der Stadt standen im Mittelpunkt des konstruktiven Gesprächs. Im Hinblick auf die Zukunft wurden aber auch sorgenvolle Töne über die langfristige Gewährleistung der Einsatzstärke und des Feuerwehrnachwuchses laut.

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„Wir sind ziemlich glücklich, es ist in den letzten Jahren viel investiert worden“. „Baulich und ausrüstungsmäßig sind wir top dabei“. „Wir sind momentan bestens ausgerüstet“. Dies sind nur einige der lobenden Worte, die Kommandanten, Jugendwarte und Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehren Schönsee, Dietersdorf, Schwand und Gaisthal am Samstag,  den 15. Februar 2014 beim Informationsgespräch mit Kandidaten der „Freien Wählergruppe Schönsee-Ost: Dietersdorf, Friedrichshäng, Weberhäuser“ im Feuerwehrhaus Dietersdorf fanden. Ob Drehleiter, Einsatz- und Mehrzweckfahrzeuge, Digitalfunk, Atemschutz und Kleinausstattung: Die Feuerwehren haben im Schönseer Land einen Ausrüstungsstand, der „in der Oberpfalz spitze“ sei, so der ehemalige Kreisbrandrat Siegfried Hammerer im Tenor mit den Vertretern der der Wehren. Dabei, so stellten die Diskutanten fest, hatte die Stadt, die den „Bedürfnissen der Feuerwehren gut nachgekommen“ sei, ihren wesentlichen Anteil.

Die Verantwortlichen der Feuerwehren nutzten aber auch die Gelegenheit, um die kommunalpolitisch neugierigen Kandidaten der Freien Wählergruppe Schönsee-Ost auf Herausforderungen der Zukunft hinzuweisen. Dabei wurde zum einen die aufgrund der Abschaffung der Wehrpflicht und steigender Führerscheinkosten zurückgehende Zahl der Aktiven mit der Führerscheinklasse C für LKW mit einem Gesamtgewicht über 7,5 Tonnen als ein Problem identifiziert. Hier könnte, so die gemeinsame Befürchtung, die Fahrbereitschaft der Wehren „auf ein gefährliches Maß zurückgehen“.

Vor allem aber stellten die Anwesenden die langfristige Gewährleistung der Mannschaftsstärke in Zeiten einer schrumpfenden Gesamtbevölkerung als zentrale Herausforderung der Zukunft heraus. Gelobt wurden die Unternehmen und Arbeitgeber, die bei Alarmierung die aktiven Feuerwehrleute zum Einsatz gehen lassen. Würde nicht frühzeitig reagiert, könnte vor allem während der Arbeitswoche die zeitnahe Verfügbarkeit bei Brand- und Rettungseinsätzen aus den Orten heraus leiden. Der Sprecher der Wählergruppe und 1. Vorsitzende der Spielvereinigung Schönseer Land, Reinhard Kreuzer, stellte ganz im Einklang mit den Repräsentanten der Feuerwehren fest, dass hier nur eine aufopferungsvolle Jugendarbeit gegensteuern kann.

Alle Anwesenden waren sich einig, dass die Ausweitung der Kooperation der Wehren untereinander ein wichtiges Gebot der Zukunft sein. Das Denken, die einzelnen Feuerwehren in den Gemeindeteilen könnten langfristig unter sich bleiben „gehört der Vergangenheit an“, so Siegfried Hammerer. Besonderen Mut macht in diesem Zusammenhang, so Hubert Flöttl, Kommandant der FFW-Schönsee, die bereits bestehende starke Gemeinschaft der Jugendfeuerwehren im Schönseer Land.

Ganz im Sinne der anwesenden Kandidaten der Wählergemeinschaft Schönsee-Ost war die Zusammenkunft geprägt von ehrlichem und konstruktiven Meinungs- und Informationsaustausch. Karl Schwarz, Kandidat der Wählergruppe Schönsee-Ost und früher in allen Führungsebenen der Dietersdorfer Feuerwehr aktiv, war die Wiederbelebung eines regelmäßigen Treffens aktiver Feuerwehrkameraden auf Kreisbrandmeisterebene ein Anliegen. Reinhard Kreuzer und Josef Eibauer räumten als Sprecher der Liste ein, dass die kommunalpolitischen Belange der Feuerwehren für sie Neuland waren. „Wir haben heute viel dazugelernt“. Beide freuten sich auf eine Fortsetzung des Informationsaustauschs in der Zukunft.